Der KIKO-Beirat hat ein gemeinsames Forderungspapier an die neue brandenburgische Landesregierung vorgelegt. Die zivilgesellschaftlichen Organisationen aus den Bereichen Gleichstellung, Opferschutz, Gewaltprävention und Antidiskriminierung bündeln mit den Forderungen zentrale Anliegen aus der Praxis und richten sich an die aktuelle Landespolitik.
Im Fokus steht die Stärkung bestehender Strukturen. Antidiskriminierung, Gleichstellung, Gewaltprävention und Opferschutz sind eng miteinander verknüpft und können nur gemeinsam wirksam umgesetzt werden. Die vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote im Land bilden hierfür eine unverzichtbare Grundlage. Besonders im ländlichen Raum kommt ihrer Stabilität eine zentrale Bedeutung zu, um Betroffenen verlässlich Hilfe anbieten und präventiv wirken zu können.
Vor diesem Hintergrund warnen die unterzeichnenden Organisationen des KIKO-Beirats vor kurzfristigen Einsparungen im Zuge aktueller Haushaltsentscheidungen. Kürzungen oder das Auslaufenlassen von Projekten gefährden die Kontinuität von Unterstützungsangeboten, schwächen gewachsene Kooperationen und führen langfristig zu höheren Belastungen innerhalb der bestehenden Strukturen. Damit gerät auch der staatliche Schutzauftrag unter Druck.
Das Forderungspapier versteht sich als klarer Impuls für nachhaltigen und verlässlichen Gewaltschutz in Brandenburg, für die Umsetzung der Istanbul-Konvention und des Gewalthilfegesetzes. Es zeigt konkrete Handlungsbedarfe auf und bildet zivilgesellschaftliche Erwartungen an die neue Landesregierung ab.
Das vollständige Forderungspapier finden Sie hier: