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Fachvortrag „Gleicher Zugang zum Recht für alle: Stereotypen und Mythen in (Straf-)Verfahren zu häuslicher und sexualisierter Gewalt verhindern“

Die KIKO Brandenburg lädt herzlich zum kostenfreien Fachvortrag „Gleicher Zugang zum Recht für alle: Stereotypen und Mythen in (Straf-)Verfahren zu häuslicher und sexualisierter Gewalt verhindern“ ein.

🗓️ Mittwoch, 10. September 2025 – 17 bis 18 Uhr

💬Speakerinnen: Kaja Deller und Larissa Kanne, JUMEN e.V.

Niemand ist frei von Vorurteilen und unhinterfragten Einstellungen. So auch im Kontext von häuslicher und sexualisierter Gewalt. Aus der Praxis wird immer wieder berichtet, dass Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt keine Anzeige erstatten oder eine bereits erstattete Anzeige zurückziehen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Betroffene berichten u.a. von Ängsten, man werde ihnen nicht glauben, oder es könne eine Täter-Opfer-Umkehr stattfinden. Mit menschenrechtlichen Interventionen und strategischer Prozessführung setzt sich JUMEN dafür ein, dass geschlechtsspezifische Gewalt von Anfang an ernst genommen wird, um so den gleichen Zugang zum Recht zu gewährleisten. Im Fachvortrag reflektieren wir die Auswirkungen von Genderstereotypen und Vergewaltigungsmythen sowie die Frage, wie Betroffene unter Berücksichtigung der staatlichen Verpflichtungen Deutschlands aus der Istanbul-Konvention vor Viktimisierung oder Re-Traumatisierung zu schützen sind.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Fachkräfte, die Schnittstellen zu (Straf-) Prozessen oder der Arbeit mit Betroffenen geschlechtsspezifischer Gewalt haben, insbesondere Fachkräfte aus Justiz, Polizei und der Sozialen Arbeit, sowie an alle weiteren Interessierten.

Anmeldungen sind bis zum 03. September möglich. Senden Sie uns dafür eine E-Mail an kontakt@kiko-brandenburg.de.

Der Zugangslink zur Veranstaltung wird an alle Angemeldeten im Vorfeld der Veranstaltung per Mail versendet.

La violence fondée sur le genre désigne les actes violents commis à l’encontre d’un individu ou d’un groupe d’individus en raison de leur identité de genre. Ce terme est utilisé pour souligner le fait que les structures sociales augmentent le risque de subir certaines formes de violence. Les femmes et les filles, les personnes trans, non binaires et intersexes, mais aussi les personnes qui ne correspondent pas à certaines normes sociales ou à une conception binaire du genre, sont tout particulièrement concernées.